2009 |
Hans-Joachim Müller: Schärfe und UnschärfeKlaus Merkel zieht einen schnell in die Diskussion. Er mag es, wenn Bilder ins Gerede kommen, wenn die Sprache um sie kreist und ihnen bei jeder Runde näher kommt und sich wieder ein Stück weit von ihnen entfernt, bis der Blick auf sie scharf und schärfer geworden ist. Dass es etwas zu verstehen geben müsste an der Kunst, davon war der Künstler von Anfang an überzeugt. [...] |
Hanne Loreck: DisplayKlaus Merkel’s displays in and for painting, indeed even as painting, are backed up by a cache of functions, technologies, experiences and knowledge about painting and in dealing with painting. [...] |
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2008 |
Hans-Jürgen Hafner: Klaus MerkelIm Medium Malerei Bilder herzustellen, damit zugleich aber die Voraussetzungen zu analysieren, warum diese Bilder bedeutsam und Gemälde als Kunst relevant werden können, diese Spannung bestimmt das Werk von Klaus Merkel. Seit Mitte der 1980er Jahre rüstet er konsequent sein malerisches Oeuvre als diskursiven Raum aus, wo Einzelbilder, Serien und Werkkomplexe stringent aufeinander verweisen, wo jedes Bild seinen Kontext und die Konventionen, denen es entspringt, genauso zeigt, wie es sein spezifisches Sosein als Gemälde begründet. [...] |
2003 |
Hans-Jürgen Hafner: Zu Klaus Merkel. Kulissen schieben zwischen Grund, Rahmen, PublikumMalerei steht wieder im Ring. Die Erinnerung an ihre periodisch wiederkehrenden Niederlagen verblasst unter vielfach aufgestempelten Empfangsbestätigungen. In den euphorischen Sounds der Willkommenshallos scheinen ihre Sprachfähigkeit, die mühsam in vielen Kämpfen erworbenen Strategien ihrer Spezifik unterzugehen. [...] |
Hans-Jürgen Hafner: On Klaus Merkel. Shifting scenes. Between Ground, Frame, AudiencePainting is back in the ring. Memories of its periodically recurring defeats pale in the face of manifold confirmations of reception. Its ability to speak and the strategies of its specificity, won through painstaking fights, seem to be perishing among the euphoric sounds of welcome. [...] |
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1999 |
Hanne Loreck: Die Natur der Malerei. Ein Fall von PerversionKlaus Merkel sieht ein Gemälde als ein Puzzleteil im Rahmen von Kunst, die wie ein Apparat aus verschiedenen Teilen besteht. In diesem Gerät ist nicht mehr klar – so zumindest eine der möglichen Diskussionsansätze von abstrakter Malerei seit Mitte der achtziger Jahre –, was das Anfangs- und was das Endprodukt ist. [...] |
1998 |
Stephan Berg: DazwischenDie Aufgabe der Malerei beginnt für Klaus Merkel da, wo andere ihr Ende vermuten: In der Gewissheit, dass jedes Bild Elemente anderer Bilder aus der Geschichte der Malerei enthält, und so als Container für das kollektive Gedächtnis unserer Maltradition funktioniert. Im strikten Gegensatz zur Postmoderne benutzt Merkel diese Erkenntnis aber nicht, um damit zitatenseelig die beliebige Verfügbarkeit des historischen Materials zu illustrieren, sondern zur Etablierung eines Codes, in dem die Bedingungen von Malerei als visueller Text lesbar und begreifbar werden. [...] |
1997 |
Herbert M. Hurka: Pikturale Netze – Selbststeuerung und Emergenz im Werk von Klaus MerkelDas Werk von Klaus Merkel repräsentiert ein Modell für visuelles Denken. Statt Bild an Bild zu reihen, arbeitet Merkel an einem Malsystem, dessen Bewegungsgesetze visuelles Denken sind. [...] |
1996 |
Klaus Merkel: Madrid StatementDie ‘Katalogbilder‘ sind der Text zu meinem malerischen Konzept. Sie wiederholen einerseits die Funktion von Ausstellung, des Katalogs und eines konzeptuellen Schemas; sie verweisen andrerseits auf die Utopie einer kompletten Sammlung und auf die Konstruktion der künstlerischen Biographie. Sie stellen ein eigenes Glossar dar, eine Konkordanz, die in der Lage ist, jede buchstäbliche Reflexion, das heisst: eine Reflexion, die Bilder mit Worten zu erklären sucht, zu untergraben. Die ‘Katalogbilder‘ selbst sind der Kommentar zu den ‘Originalen‘, die nun im Gegenzug enthüllt werden und als Akteure in einem Stück, als entwertete Währung, als Spielkarten oder als Text verstanden werden können. [...] |
Klaus Merkel: Madrid StatementThe ‘catalogpaintings’ are the test of the demonstrability of my concept as painting. They recapitulate the functions of an exhibition, of a catalogue and of a conceptual scheme, they are a biography in form of a utopian representation of a ‘complete collection’.They represent a glossary, a concordance which thwart any attempt at literary reflection. They themselves are the commentary on the paintings which, in turn, are revealed as nothing but actors in a play, as playing cards, as devalued currency or as text. [...] |
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1994 |
Markus Brüderlin: Das Wiederschreiben von Malerei oder der gemalte DiskursKlaus Merkels malerische Konzeption, die auf den ersten Blick sich auf die reine Sinnlichkeit einer kulinarischen Malerei zu konzentrieren scheint, verarbeitet den kontextuellen Aspekt abstrakter Malerei. Als Mittel dafür entwickelte der Künstler seit Beginn der achtziger Jahre eine eigenwillige Form der Ensemblehängung, bei der die Einzelbilder zugleich als autonome Tafeln wie auch als Teil einer im Dekorganzen aufgehenden, übergreifenden Syntax zu lesen sind. [...] |
Rudolf Bumiller: I-IVThe “catalogue-paintings (Katalogbilder)” by Klaus Merkel are models. [...] |
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1993 |
Rudolf Bumiller: I – IVDie Katalogbilder von Klaus Merkel sind Modelle. [...] |
Doreet Levitte-Harten: wordperfectEs gibt ein fesselndes Phänomen in Klaus Merkels Kunstwerken. Dieselben Bilder, die er bereits gemalt hat, werden erneut gemalt, diesmal aber in einem Miniaturmassstab, viele Bilder auf einer Leinwand, so als schaffe er sich eine Erinnerungsskala, eine konzentrierte Information, die das Verhältnis zwischen den primären Bildern und ihres Erinnerungswertes untersucht. Mit dieser Methode erstellt er ein Glossar, eine Konkordanz, deren Beziehung zu den originalen Werken jeden Versuch einer buchstäblichen Reflexion, also einer Reflexion, die Bilder mit Worten erklären will, untergräbt und mit einer ironischen Patina überzieht. [...] |